Brennende Fassade wegen Wärmedämmung? – Verbraucherzentrale räumt mit Vorurteilen auf

Außendämmung

Wenn ich mein Haus dämme, dann fackelt mir die Bude ab! Diese Befürchtung ist weit verbreitet und wurde durch verschiedene Fernsehberichte auch geschürt.

„Sachlich nicht nachvollziehbar und nicht korrekt“, meint hierzu Architekt und Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes Reinhard Schneeweiß. Im Verhältnis zur gesamten Zahl an Wohnungs- und Hausbränden spielen Brände gedämmter Fassaden praktisch keine Rolle. Unsachlich ist zudem, dass alle Dämmstoffarten mit Hausbränden in Verbindung gebracht werden. Bei den Medienberichten handelte es sich ausnahmslos um Dämmungen aus Polystyrol. Deren Brandpotenzial ist dabei nicht höher zu bewerten als das einer Holzfassade. Es gibt aber auch komplett nicht brennbare Dämmungen wie z. B. Steinwolle. Die wesentlich energieärmere Herstellung mit weniger schädlichen Nebenprodukten schlägt bei Steinwolle positiv zu Buche. Zudem kann auch die Diffusionsoffenheit des Gebäudes erhalten und der Schallschutz verbessert werden. „Es gibt sogar mineralische Wärmedämmverbundsysteme, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind“, weiß Schneeweiß zu berichten. Diese kommen komplett ohne Gift aus und brennen nicht.

Wer sich also neutral, sachlich kompetent und ohne wirtschaftliche Eigeninteressen informieren möchte, sollte einen Termin zur Energieberatung der Verbraucherzentrale vereinbaren. Hier erhält man alle Informationen, die man braucht, um sich bei der energetischen Gebäudesanierung richtig zu entscheiden.

Die unabhängige Energieberatung wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.
Für eine persönliche Beratung in einer der 16 Energieberatungsstellen im Saarland ist eine Anmeldung erforderlich unter der bundesweiten Hotline 0800 809 802 400 oder direkt bei den Beratungsstellen.

In St. Ingbert finden die Energieberatungen jeden ersten und dritten Montag im Monat im Rathaus, Am Markt 12, Zimmer 203 statt. Anmeldung unter 06894 / 130 oder 0681 / 50089 15.

 

PM: Theresia Weimar-Ehl

– St. Ingberter Anzeiger