Frisbeespieler der DJK SG erneut bei Deutscher Meisterschaft gestartet

Eine Mannschaft der DJK SG St. Ingbert hat am 22./23. Februar an der Deutschen Indoor-Meisterschaft im Ultimate Frisbee (3. Liga, Südwest) in Bad Rappenau bei Heilbronn teilgenommen. „Wir wollten uns dieses Jahr ganz auf unsere eigenen Spiele konzentrieren. Im vergangenen Jahr war die Doppelbelastung als Ausrichter und Teilnehmer der Meisterschaftsturniere in der Rohrbachhalle doch deutlich spürbar.“, berichtet der Captain der Turniermannschaft, Martin Swat. Die Ziele für die Teilnahme waren einfach formuliert: „Nach unserer Meisterschaftspremiere im Vorjahr, wollten wir dieses Jahr einfach weiter Erfahrungen auf dem Spielniveau der Deutschen Meisterschaft sammeln und möglichst fehlerfrei spielen.“

Und das ist auch gelungen. Am Ende konnten die Saarländer bei insgesamt 8 Spielen, 3 Siege und 1 Unentschieden verbuchen und landeten auf einem respektablen 6. Platz von insgesamt 9 teilnehmenden Mannschaften. Hervorzuheben sind vor allem die Siege gegen die 2. und 3. Mannschaft aus Heidelberg, da die erste Heidelberger Mannschaft eine Woche später erneut Deutscher Meister wurde. Beide Male hieß es am Ende 9:7 für die St. Ingberter.  „Zweimal das gleiche Ergebnis, aber zwei völlig unterschiedliche Spiele. Im Spiel gegen die 3. Heidelberger Mannschaft lagen wir das ganze Spiel über gleichauf. Dann hatten wir zwei extrem gute Punkte. Im ersten hat eine unserer sehr starken Frauen einen schwierigen Überkopf-Wurf in der Endzone gefangen und gepunktet. Und anschließend konnten wir durch aufmerksame Verteidigung gleich noch einen Punkt machen. Als die Zeit abgelaufen war, stand es 8:7 für uns und wir waren in Scheibenbesitz. Die Mannschaft war sehr konzentriert und hat auch den letzten Punkt zum 9:7 erfolgreich zu Ende gespielt.“, berichtet Swat noch immer begeistert. Ganz anders verlief das Sonntagsspiel gegen die 2. Heidelberger Mannschaft. Hier lagen die Saarländer bereits zu Beginn des Spiels schnell mit 3:0 in Führung und gaben den Vorsprung bis zum Endstand von 9:7 nicht mehr aus der Hand. Das Sonntagmorgenspiel gegen die Heimmannschaft und den späteren Turniersieger aus Bad Rappenau ging dagegen mit 6:10 verloren.  „Bad Rappenau war erwartungsgemäß stark. Wir sind aber trotzdem sehr zufrieden, da wir unser Spiel gemacht haben, eine sehr positive Stimmung im Team hatten und keineswegs chancenlos waren. Bei diesem Spiel war es auch richtig laut in der Halle. Das war großartig.“

Eine wichtige Besonderheit im Mannschaftssport Ultimate Frisbee ist, dass es auch bei offiziellen Turnieren keine externen Schiedsrichter gibt. Strittige Situationen klären die beteiligten Spieler eigenverantwortlich. Dafür gibt es klare Regeln. Sieht zum Beispiel ein Spieler, dass sein Gegenspieler die Scheibe im Aus gefangen hat, so ruft er das. Der angreifende Spieler hat dann die Möglichkeit, den Ruf zu akzeptieren oder Einspruch einzulegen, wenn er die Situation anders bewertet. In diesem Fall wird einfach an der Stelle vor der strittigen Situation weitergespielt. Swat: „Das funktioniert sehr gut. Es fordert aber auch von jedem Spieler, dass er die Regeln kennt und seinen Gegenspieler respektiert.“ Nach jedem Spiel bewerteten die Mannschaften anhand eines Bewertungsbogens das sportliche Verhalten des anderen Teams. Dabei werden Punkte in den vier Kategorien Regelkenntnis, Fouls, Aufrichtigkeit und Fairplay sowie positive Einstellung und Selbstbeherrschung vergeben. In dieser so genannten Spirit-Wertung schnitt die Mannschaft aus St. Ingbert mit einem 3. Platz sehr gut ab.

Interessierte Anfänger sind bei den St. Ingberter Frisbee-Spielern jederzeit eingeladen, sich im Training selber mit der Scheibe auszuprobieren. Weitere Informationen zu aktuellen Trainingszeiten findet man unter www.st-ingbert-indians.de.

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