Kinowerkstatt St. Ingbert: Programm vom 21. – 24. März 2014

“Die Reisen des Windes” (Freitag, 21. März, 19 Uhr)
“Wolfskinder” (Samstag, 22. März, 18 Uhr; Sonntag, 23. März, 18 Uhr)
“Blue Jasmine” (Samstag, 22. März, 20 Uhr; Sonntag, 23. März, 20 Uhr; Montag, 24. März, 18 Uhr)
“Charlie Mariano – last visits” (Montag, 24. März, um 20 Uhr)

“Die Reisen des Windes”

Die Kinowerkstatt zeigt nur am Freitag, den 21. März, um 19 Uhr “Die Reisen des Windes” ( Argentinien, Deutschland, Niederlande (2009) Originaltitel: Los viajes del viento) von Ciro Guerra mit Agustin Nieves, Carmen Molina (115 Minuten). Der Film spielt in Kolumbien: Der berühmte Vallenato-Musiker Ignacio Carillo verlässt nach dem Tod seiner Frau die kleine Stadt Majagual, um sein sagenumwobenes Akkordeon, welches seiner Meinung nach verhext ist, zu seinem früheren Meister zurückzubringen. Denn Carillo will nie mehr wieder spielen. Zunächst nur widerwillig lässt sich der schweigsame Mann von dem jungen, eifrigen Fermin begleiten, der davon träumt, einmal ein so berühmter Musiker wie Ignacio zu werden. Zusammen beginnen sie eine abenteuerliche Reise, die sie zu den unterschiedlichsten Musikern und durch die verschiedensten Kulturen und Landschaften Kolumbiens führt…
Während der Reise will Ignacio Fermin davon überzeugen, ein anderes Leben zu wählen, da sein eigenes nur zu Einsamkeit und Trauer geführt hat. Doch muss er am Ende erkennen, dass das Schicksal einen anderen Plan für ihn selbst und seinen Schüler bereithält. Der kolumbianische Regisseur Ciro Guerra drehte diese bildgewaltige Hommage an sein Heimatland und seine Bewohner, die gleichzeitig dem an der Karibikküste Kolumbiens gespielten Vallento huldigt. Auf Filmfestivals vielfach ausgezeichnet, beeindruckt “Die Reisen des Windes” mit wunderbaren Landschaftsaufnahmen, der Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft und den einschmeichelnden Weisen des Vallenato.
Der Film feierte seine Premiere beim Filmfestival Cannes 2009 in der Sektion “Un Certain Regard”. Zuschauer und Presse waren gleichermaßen begeistert von diesem visuell spektakulären, poetischen Roadmovie, für das der Regisseur Ciro Guerra in Cannes mit dem Preis der Stadt Rom ausgezeichnet wurde.

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“Wolfskinder”

Den sehr sehenswerten Film aus dem diesjährigen Max-Ophüls-Wettbewerb “Wolfskinder” (Deutschland 2013, ca. 117 min. Regie: Rick Ostermann mit Levin Liam, Helena Phil, Vivien Ciskowski, Patrick Lorenczat, Willow Voges-Fernandes (FSK: ab 6) zeigt die Kinowerkstatt St. Ingbert auch an diesem Wochenende, “Wolfskinder”, am Samstag den 22. März und am Sonntag, den 23. März, jeweils um 18 Uhr.
1947. Im damaligen Ostpreußen und den Gebieten des Baltikums kämpfen Tausende von elternlosen Kindern um ihr Überleben. Zu ihnen gehört auch der 14-jährige Hans. Als seine Mutter im Sterben liegt, überträgt sie ihm eine letzte Aufgabe: Er soll mit seinem kleinen Bruder nach Litauen flüchten, wo einige Bauern deutsche Kinder bei sich aufnehmen. Doch in den Wäldern verliert er seinen Bruder aus den Augen. Seine Suche wird zu einer Odyssee, und Hans muss in einem fremden Land gegen Hunger, Wetter und Krankheit kämpfen. “Sie haben keine Eltern und kein Zuhause, kämpfen ums Überleben. Rick Ostermanns packender Film über diese Kinder, die keine Kindheit haben und ihre Herkunft verleugnen müssen, ist handwerklich sehr ausgereift, überzeugt mit bestechenden Bildern von Landschaften und Tieren sowie stimmungsvoller Musik und spannenden Geräuschen.” (Katalog Max-Ophüls-Preis 2014)
Regisseur Rick Ostermann bildet die Wald- und Flusslandschaft Ostpreußens nicht als düsteren, lebensgefährlichen Ort ab, sondern geradezu idyllisch, in wunderschönen Kinobildern; ein kluger Ansatz, denn die Geschichte ist grausam genug. Seit der Öffnung Litauens zum Westen in den frühen 1990ern kann das Thema „Wolfskinder“ überhaupt erst aufgearbeitet werden, konnten Überlebende in Deutschland nach ihren Verwandten suchen. Ostermann untersucht nicht die Folgen, sondern bleibt ganz nah dran am Überlebenskampf. Harte Kost mit großartigen Kinderdarstellern.

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Cate Blenchett ist Blue Jasmine

Der Oscar für die beste weibliche Hauptrolle ging in diesem Jahr an die australische Schauspielerin Cate Blanchett, die für ihre Darstellung einer gefallenen High-Society-Dame in dem Woody-Allen-Film “Blue Jasmine” ausgezeichnet wurde.
Im neuen Film des Kultregisseuers Woody Allen “Blue Jasmine”(USA 2013, ca. 98 min. FSK: ab 6, Prädikat besonders wertvoll) Regie: Woody Allen, Drehbuch: Woody Allen, geht es um die schöne Jasmine (Cate Blanchett). Jasmine lebte einst ein fabelhaftes Leben doch ihr Mann Hal (Alec Baldwin) musste wegen Betrugs ins Gefängnis und Jasmine musste ihr glamouröses Leben hinter sich lassen. Nach ihrem Nervenzusammenbruch versucht Jasmine ein neues Leben bei ihrer Schwester Ginger (Sally Hawkins) anzufangen. Doch Jasmine kann sich im Leben des einfachen Leute einfach nicht zurecht finden…Woody Allens Drama “Blue Jasmine”, zu sehen an diesem Wochenende in St. Ingbert, am Samstag, den 22. März, und am Sonntag, den 23. März, jeweils um 20 Uhr und am Montag, den 24. März, um 18 Uhr, handelt von den verhängnisvollen Konsequenzen, die sich ergeben, wenn Menschen die Wahrheit massiv verdrängen.

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Charlie Mariano in St. Ingbert

Aktuell gerade im Kino gestartet, zeigt die Kinowerkstatt in der Jazz-Filmreihe “Kino liebt Jazz”, sozusagen als Auftakt zum kommenden Jazz-Festival den Film “Charlie Mariano – last visits” (Deutschland 2013, 99 Min., FSK: ohne), Regie, Produktion: Axel Engstfeld, Produktionsleitung: Marta Herrmann, Kamera: Bernd Mosblech, Ton: Axel Schmidt, Rupert Scheele, Darsteller: Charlie Mariano, Mike Herting, Dorothee Mariano. Termin: Montag, der 24. März, um 20 Uhr!
Als „Tears of Sound“ bezeichnete der berühmte Bassist Charlie Mingus seinen Klang. Charlie Mariano, Saxophonist, Komponist, Weltmusiker. Einer der Großen des Jazz. Im Juni 2009 starb er im Alter von 85 Jahren. Axel Engstfeld schuf ein bewegende Porträt über das Leben und die letzten Jahre des herausragenden Jazzmusikers Charlie Mariano, das seine Zuschauer nicht nur musikalisch mitreißt.

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