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St. Ingberts schönste Seiten


Von Folklore und bösen Liedern
Kategorie: [Soho]
waschkraft-11.jpgMit ihrem aktuellen Bühnenprogramm „Rohr 1 bis 4 bewässern“ gastierte die A cappella Formation „Waschkraft“ am Sonntag im Rahmen der Sommerbühne der Kleinkunstkneipe SoHo's in St. Ingbert. Die vier Herren vom Männergesangsverein Waschkraft, gekleidet in seriös gestreiften braunen Anzügen mit orangen Socken begeisterten auch bei ihrem vierten Auftritt in St. Ingbert.
 
„A cappella“ bezeichnet ein Genre der Musik, bei dem ein Vokalensemble ohne oder mit minimaler Instrumentalbegleitung auftritt. Soweit lässt sich „Waschkraft“ in die Welt der Musik einreihen. Die Ursprüngliche Bezeichnung a capella lehnt sich an das italienische „alla cappella“ an und bedeutet ursprünglich Musik „nach Art der Kapelle“. Die letzte Definition trifft das, was „Waschkraft“ auf der Bühne zeigt wohl am Treffendsten, denn mit ihrem Repertoire an selbst geschriebenen Liedern, das zwischen Folklore und wirklich „böser“ Musik angesiedelt ist, bieten die vier sangesfrohen Düsseldorfer Musiker eine ganz eigene Art an Unterhaltung. Gewürzt mit Texten, die nach eigenen Aussagen von ihrem absurden Charme leben und sprühen vor grotesker Kalauerizität und intellektueller Witzischkeit, bewegen sie ihr Publikum zum Mittschnippen, Mitsingen und Mitträumen.
 
Mit kulturellen Höhenflügen durch Folklore, Liebesballaden, 80er Computermusik und rheinländischen Stimmungsliedern, die sie ganz nach Art der Kapelle im Schneckentempo vortrugen, nehmen sie die Zuhörer mit auf eine Reise durch die Tücken des täglichen Wahnsinns. Dabei wird selbst vor artistischen Höchstleistungen nicht haltgemacht. Sänger „Immo“ imitiert vor den Augen des gespannten Publikums auf der Bühne eine Wurzel (unser Foto), selbst höchste Herausforderungen, wie die von Gästen geforderte Wandlung in Knoblauch oder Sellerie, mimt er ohne...., ja ohne sich nur ein einziges Mal bewegt zu haben.
 
 
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Kurz vor dem Ende setzt „Peter“ noch zu einem verbalen Höhenflug über die St. Ingberter Hotellerie an. Das Publikum schrie sich weg bei dem Erfahrungsbericht über das Hotel, in dem man bei einem früheren Auftritt in St. Ingbert untergebracht war. Was dabei Tatsache und was Übertreibung im „Übelweiss“ war, blieb der Phantasie überlassen.
 
 

 
 
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Ihre Aufforderung an das Publikum beim "Sommerohrwurm" a la Waschkraft mitzumachen, verstärkten die stimmgewaltigen Herren mit persönlichem Coaching.
 

 
 
 
Ausser den schlimmen Hotelerfahrungen haben die vier Musiker auch gute Erinnerungen an St. Ingbert. Bei der St. Ingberter Pfanne 2007 waren sie die Publikumslieblinge und erhielten dafür den mit 3.000 Euro dotierten Publikumspreis. Diese Erinnerung frischte bei dem Männergesangsverein wieder auf, als sie von einem weiblichen „Fan“ erneut eine Pfanne überreicht bekamen, die das Ende des Abends aber nicht unbeschadet überstehen sollte.
 
 
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Zusammenfassend kann man sagen: Ein herzerfrischender kurzweiliger Abend, den selbst ein kleiner Regenfall in der Pause nicht aus dem „Lachtakt“ bringen konnte.
 
Bereits am Dienstag, 27. Juli, 19 Uhr geht es mit Indie-Rock aus St. Ingbert mit der Band „Glazed Finish“ weiter. Am Sonntag, 27. Juli um 17 Uhr beendet „Marie & The Red Cat“ die Konzerte auf der Sommerbühne. Der Eintritt ist frei.
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Veröffentlicht am 26.07.2010 von Norbert Ramelli
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