Pressemitteilung Die Grünen: Weg der Industriekultur St.Ingbert

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Machbarkeitsstudie „ Weg der Industriekultur St.Ingbert „
Antrag für die zuständigen Ausschüsse

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
bitte setzen Sie den folgenden Antrag auf die Tagesordnung der zuständigen ersten Ausschüsse 2016.

Antrag:

Der Stadtrat beauftragt die Stadtverwaltung eine Machbarkeitsstudie über den „ Weg der Industriekultur St.Ingbert „ zu erstellen oder einzuholen. Ziel dieser Studie ist es, Schritte / Maßnahmen / Investitionen/ Betreibermodelle aufzuzeigen, wie die bedeutensten Zeugnisse unserer Industriegeschichte einschließlich ihrer heutigen und zukünftigen Nutzungsformen zur Marke „ Weg der Industriekultur St.Ingbert „ verknüpft und als Gesamtkonzept im Sinne von erlebbarem Kultur – Bildungs- Freitzeit – und Tourismusangebot unserer Biosphärenstadt dauerhaft, regional und überregional vermarktet werden kann. Auch als Beitrag zur Biosphäre Bliesgau, denn die Stadt – Landbeziehung bestand schon immer und kann wieder intensiviert werden. Für die Erstellung der Studie sind die heutigen Besitzer , Genossenschaft, Unternehmen, Mieter, Vereine und Initiativen einzubeziehen.

Zu den bedeutensten Zeugnissen unserer Industriegeschichte gehören das gesamte denkmalgeschützte Ensemble „ Alte Schmelz ( zweitwichtigstes saarl.Industriedenkmal nach der Völklinger Hütte ), die Arbeitersiedlung ( älteste Werkssiedlung im Südwesten ), das Arbeiterwohnhaus des Rentrischer Hammers, das Hüttenspital sowie der Englische Garten ( Siehe Industriegeschichtlicher Rundweg Alte Schmelz von Harald Gläser/ Herausgeber Initiative Alte Schmelz ) , das Besucherbergwerk Rischbachstollen, die ehemalige Vopelius – Glashütte ( heute OBI ) inkl. Siedlung, die denkmalgeschützte Baumwollspinnerei mit Baumwoll – Lager, und der denkmalgeschützte Beckerturm einschl.seiner Keller.

Weitere Erläuterungen zur Machbarkeitsstudie „ Weg der Industriekultur

Verknüpfung der herausragensten Denkmäler
Der Weg der Industriekultur ist zugleich eine Verknüpfung der herausragensten Denkmäler unserer Stadt, des Kreises , ja des Landes. Sie hat der ehemalige Landeskonservator Johann Peter Lüth, der in St.Ingbert wohnte, in weiser Voraussicht in seiner Amtszeit von 1986 bis 2002 unter Denkmalschutz gestellt. Er wollte damit unser industriekulturelles Erbe bewahren.

Wahrzeichen der Stadt
Einige unserer Denkmäler sind zu Wahrzeichen St.Ingberts geworden ,wie z.B. der Beckerturm, die Mechanische Werkstatt des Ensembles Alte Schmelz
Andere können noch zu Wahrzeichen bzw. Leuchturm unserer Stadt entwickelt werden, wie z.B. das Kunst,- Kultur ,- und Bildungszentrum „Neue Baumwollspinnerei „

Erhaltung der Industriekultur durch neue Nutzungen in der Gegenwart und Zukunft
Mit dem „ Weg der Industriekultur „ können wir darauf aufmerksam machen, dass die Stadt zusammen mit Bürger – Initiativen und Unternehmen schon Gebäude/ Denkmale der Industriekultur neuen Nutzungen zugeführt hat und für weitere, zukünftsweisende Nutzungen offen ist.
Beispiele heute:
Ehemaliger Rischbachstollen heute Besucherbergwerk
Wohnen in der ältesten Arbeitersiedlung des Südwestens
Wissenschaftsforum im Konsumgebäude + MINT – Angebote der Initiative Alte Schmelt
Kuturveranstaltungen in der Mechanischen Werkstatt
Events im Eventhaus

Beispiele in Zukunft:
MINT – Campus im Ensemble Alte Schmelz inkl. Schülerforschungslabor
Rekonstruktion des Englischen Gartens als Bürgerpark
Kunst,- Kultur ,- und Bildungszentrum „ Neue Baumwollspinnerei „
Beckerturm ( ehemaliges Sudhaus ) mit Brauereimuseum und Aussichtsplattform

Dezentrales Heimatmuseum
Der „ Weg der Industriekultur „ kann auch als dezentrales Heimatmuseum gesehen bzw. gestaltet werden. In den einzelnen Gebäuden könnten auch industriegeschichtliche Exponate mit Informationen dazu ausgestellt werden – in Kombination mit den neuen Nutzungsformen bzw. in Abstimmung mit den neuen Nutzern.

Alle angesprochenen Aspekte in der Machbarkeitsstudie berücksichtigen
Die Machbarkeitsstudie sollte all die angesprochenen Aspekte berücksichtigen und aufzeigen, mit welchen modernen Informations,- und Kommunikationstechniken und Methoden, mit welchem professionellen Management und mit welchen modernen Vermarktungstechniken der „ Weg der Industriekultur „ erfahrbar und erlebbar gemacht werden kann und weitere Kulturtouristen nach St.Ingbert führt.
Mit dem vorhandenen Potential an Industriekulturobjekten, die gleichzeitig Denkmale sind, hat St.Ingbert die große Chance sich als bedeutende Stadt der Industriekultur, des Kulturtourismus im Saarland, in der Biosphäre Bliesgau und darüber hinaus zu profilieren.

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