Pressemitteilung: FDP fordert: Fit für Frankreichstrategie

Die FDP in St. Ingbert fordert, dass Stadtverwaltung, Bürger und Vereine an einem Strang ziehen, um St. Ingbert  fit für die Umsetzung des von der Landesregierung vorgegebenen Leitziels zu machen.

„Zwar sei bei uns im Saarland noch nie die französische Sprache implantiert oder eine entsprechende frankophone Bevölkerungsminderheit vorhanden gewesen, doch drohe mit dem spürbaren Rückgang der deutschsprachigen Dialekte im Elsass und in Lothringen und der Vorherrschaft des Englischen in den Schulen die Staatsgrenze zwischen Deutschland und Frankreich gerade bei der Jugend erstmals zur Sprach- und Kulturgrenze zu werden“, befürchtet Jürgen Bost, kulturpolitischer Sprecher der St. Ingberter Liberalen.

Das dürfe angesichts der Grenzöffnungen und des Zusammenwachsens der europäischen Völker nicht geschehen. Zwar sei man dank vielfältiger Angebote in der Erwachsenenbildung, bewährter Verbindungen von Vereinen und Kulturträgern und engagierter Bemühungen und Kontakte der St. Ingberter Schulen bereits gut positioniert. Jedoch leide insbesondere die zukünftige Pflege der Städtepartnerschaft mit Saint-Herblain nachhaltig unter der Überalterung der sehr engagierten Akteure und  der Dominanz des Englischen. Hier müsse es gelingen, durch neuartige Projekte und Vernetzung jüngere Mitwirkende zu finden und in einen interkommunalen Erfahrungsaustausch mit benachbarten Städten und Gemeinde einzutreten, die vergleichbare Ermüdungstendenzen feststellen müssen. Auch sollten grenznahe Verbindungen und Initiativen besonders gefördert und gestärkt werden.

(Foto: FDP Logo)
(Foto: FDP Logo)

1 Kommentar

  1. Diese Frankreichstrategie ist eine Schnappsidee ! Es würde wahrscheinlich viel weniger kosten und im Endeffekt genau so effizient sein, den Deutschunterricht in Lothringen zu fördern, wenn es im Kern darum geht, der saarländischen Wirtschaft die Arbeitskraft aus Lothringen zukünftig weiterhin zu sichern. Im Saarland ist Französisch eine Fremdsprache wobei Deutsch bei uns im deutschsprachigen Lothringen seit eh und je Muttersprache unserer Ahnen war. Darüber hinaus ist die Förderung des Französischunterrichts und die Eröffnung zweisprachiger Klassen im Saarland eine Sache (und zwar eine sehr gute Sache), aber, dass im Saarland Französisch als zweite Amtssprache eingeführt werden soll, ist doch etwas ganz anderes. Darum kann man zu recht behaupten, dass die Entscheidung von Frau Kramp-Karrenbauer nicht wirtschaftlich bedingt ist. Offensichtlich hat Frau Kramp-Karrenbauer ein Problem mit der deutschen Sprache und träumt davon, das Saarland zu „verfranzösischen“. Da kann nur eine gute Psychotherapie helfen.

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