Pressemitteilung SPD: Albert Weisgerber-Jahr 2015

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
die SPD-Stadtratsfraktion beantragt, die o.a. Angelegenheit auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Bildung und Soziales am 06.11.2014 zu setzen:

Das Saarlandmuseum wird von 21. März bis 28. Juni 2015 eine umfassende Retrospektive des Werkes von Albert Weisgerber präsentieren. Aus räumlichen und organisatorischen Gründen, die teilweise auch einer verfehlten Kulturpolitik der letzten Jahre geschuldet sind, kann leider in St. Ingbert keine angemessene Ausstellung von Werken Weisgerbers erfolgen.
Die Mittelstadt St. Ingbert muss deshalb das Weisgerber-Jahr mit anderen Aktivitäten begleiten.

1. Vergabe des Albert-Weisgerber-Preises im Weisgerber-Jahr 2015 Seit 1958 verleiht die Stadt St. Ingbert alle drei Jahre den Albert-Weisgerber-Preis. Er gehört zu den wichtigsten Kunst-Preisen im Saarland. Verliehen wurde er zuletzt 2009 an Jo Enzweiler. Die Verleihung erfolgte jeweils am 10. Mai, dem Todestag von Weisgerber. Aufgrund des geplanten Umzugs des Museums in die Baumwollspinnerei fand 2012 keine Preisverleihung statt. Der nächste turnusmäßige Termin ist der 10. Mai 2015, der hundertste Todestag Weisgerbers. Wenn die Stadt St. Ingbert das Erbe Albert Weisgerbers ernst nimmt und das
Renommee ihres Albert-Weisgerber-Preises nicht beschädigen will, hat die nächste Preisverleihung im Weisgerber-Jahr 2015 zu erfolgen. Dazu müssen umgehend die Vorbereitungen begonnen werden.

2. Weisgerber-Bus
Damit die St. Ingberter Bürgerinnen und Bürger, aber auch Schulklassen mit guter fachlicher Begleitung das Werk Weisgerbers in Saarbrücken während der nur fünf Wochen dauernden Ausstellung eingehend kennenlernen, schlägt die SPD-Fraktion vor:
Die Stadt stellt während der Dauer der Retrospektive auf Abruf eine museumspädagogische Fachkraft und einen kostenfrei zu buchenden Bus für den Besuch in Saarbrücken zur Verfügung. Der „Weisgerber-Bus“ kann von Schulklassen aber auch Gruppen ab 20 Personen für Hin- und Rückfahrt und Besuch im Saarlandmuseum auf Abruf gebucht werden. Die Stadt sorgt außerdem für eine fachkundige Begleitung der Besuchergruppen, die während der Fahrt und bei einer Führung vor Ort über Person und Werk Weisgerbers informiert.

3. Weisgerber-Film mit Einführung
Der 2012 entstandene Dokumentarfilm „Ich male wie ein Wilder – Albert Weisgerber“ von Boris Penth sollte nicht nur in der geplanten Weisgerber-Schau im Sinn-Gebäude laufen. In Zusammenarbeit mit dem Regina-Kino (hilfsweise der Kinowerkstatt) sind über das Jahr 2015 verteilt mehrere Vorführungen mit fachkundiger Einführung einzuplanen. Sinnvoll wäre ein Einsatz bereits vor Beginn der Retrospektive in Saarbrücken mit dem Effekt, für diese und den Weisgerber-Bus zu werben. Die Vorführungen wären wegen der Kürze des Films und ohne Beeinträchtigung des Kinobetriebs auch sonntags als Weisgerber-Matinee denkbar

4. Zeitliche Verdichtung der Vorhaben
Die SPD-Stadtratsfraktion regt an, die Maßnahmen im Weisgerber-Jahr zeitlich zu verdichten und in ihrem Verlauf an dem bereits feststehenden Termin der Ausstellung in Saarbrücken zu orientieren: Hinführen – Nutzen – Nachbereiten. Als Maßnahmen zur Nachbereitung können insbesondere Vorträge oder multimediale Präsentationen in Schulen dienen.

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