Programm der Kinowerkstatt vom 18. – 23. November 2016

“Haymatloz” (Freitag, 18. Nov. 18:00; Sa. 19. Nov. 20 Uhr; So. 20. Nov. 20 Uhr; Mo. 21. Nov. 18 Uhr)
“Leonard Cohen – Isle of Wight” (Freitag, 18. Nov. 20 Uhr)
“Leonard Cohen – Live in Dublin” (Freitag, 18. Nov. 22 Uhr)
“Der Fuchs und das Mädchen” (So. 20. Nov. 16 Uhr)
“A Good American” (So. 20. Nov. 18 Uhr)
“Nachtzug nach Lissabon” (Mo. 21. Nov. 20 Uhr)
“Sterben für Anfänger” – Seniorenkino (Mi. 23. Nov. 16 Uhr)

Haymatloz – Exil in der Türkei (2016)

Nach der Machtergreifung 1933 flohen deutsche Professoren in das Exilland Türkei, eingeladen von Atatürk. Filmemacherin Eren Önsöz begleitet die letzten Nachkommen dieser Exilanten. Ein unbekanntes Kapitel der Geschichte, spannend erzählt, in der Kinowerkstatt am Freitag, den 18. November, um 18:00, am Samstag, den 19. November, um 20 Uhr und am Sonntag, den 20. November, um 20 Uhr, am Montag, den 21. November, um 18 Uhr.

—————————————

Tonight will be fine – for a while: Lange Nacht zum Tod von Leonard Cohen.

Der kanadische Sänger, Komponist und Autor Leonard Cohen starb im Alter von 82 Jahren in Los Angeles. Wer einmal der Melancholie des Leonard Cohen verfallen ist, den hat er ein Leben lang begleitet.
Die Kinowerkstatt zeigt am Freitag, den 18. November um 20 Uhr den legendären Auftritt Leonard Cohens auf der Isle of Wight 1970.
“Es ist schön, ganz allein vor 600.000 Menschen zu stehen” – so begrüßt Leonhard Cohen in der Früh um 4:00 Uhr sein Publikum. Es ist der 30. August 1970. Das berühmte Isle of Wight Festival ist seit Tagen komplett aus den Fugen geraten. Politische Frustration entlädt sich in Gewalt. Schlägereien, Bränden. Wut und Aggression machen die gesamte Veranstaltung zu einem lebensgefährlichen Pulverfass, dem nur ein letzter Funken des Zorns zur Explosion fehlt.

Die Musiker hatten allesamt einen schweren Stand. Keiner der Fans wollte nun in dieser Stimmung Donovan sehen; geschweige denn Free, Jethro Tull oder Kris Kristoffersen. Nicht einmal ein harter Rocker wie Jimi Hendrix war in der Lage, die tosenden Massen zu besänftigen. Nur Leonard Cohen war dazu in der Lage. Es gibt keine raffinierten Kameraperspektiven, keine rasante Schnitte und keine farbenprächtige Lichtorgie, nur großartige Lieder und Gedichte! Am Ende der Nacht sind alle befriedet und versöhnt.
—————————–
im Anschluss (ca. 22 Uhr)

Leonard Cohen – Live in Dublin
Aufgenommen am 12. September 2013 in der Dublin O2 Arena während seiner ausverkauften Welttournee. Der Songwriting-Grandseigneur stellte dem begeisterten Publikum nicht nur seinen 2012er Release Old Ideas vor, sondern natürlich auch sämtliche Highlights seiner großartigen Karriere. Auf der Bühne wurde er dabei von einer Band unterstützt, die unter Fachleuten als die beste gilt, die Cohen je begleitete, und die großen Anteil an den überschwänglichen Konzertkritiken hatte.

——————————
Familienkino: Der Fuchs und das Mädchen

Nach der Dokumentation “Die Reise der Pinguine” legt Luc Jacquet nun einen berührenden Spielfilm vor, der seine Geschichte wieder in grandiosen Tier- und Naturaufnahmen erzählt: “Der Fuchs und das Mädchen” (Frankreich, 2007) läuft am Sonntag, den 20. November, um 16 Uhr.
Die elfjährige Lila lebt mit ihren Eltern auf einem abgelegenen Bauernhof auf dem Lande. An einem Tag im Spätsommer begegnet sie zufällig einem jagenden Fuchs. Fasziniert folgt sie dem scheuen Tier und träumt davon, mit ihm durch die Welt zu streifen. Doch erst Monate später kommt es zur zweiten Begegnung. Der Fuchs entpuppt sich als Füchsin mit Jungen. Mit viel Behutsamkeit und einigen Tricks gewinnt Lila nach und nach das Vertrauen des Tieres.
——————————
Ein guter Amerikaner

In dem Film “A Good American” (Österreich, Europa, USA 2015), Regie und Kamera: Friedrich Moser, wird gezeigt, dass die Attentate in New York und Paris hätten verhindert werden können, wenn das Programm “Thin Thread” des NSA-Mitarbeiters Willam Binney zur Anwendung gekommen wäre. Doch die NSA (National Security Agency – der größte Auslandsgeheimdienst der Vereinigten Staaten) unterdrückte dieses Programm und kriminalisierte den guten Amerikaner Binney und seine Mitstreiter! Noch einmal zu sehen am Sonntag, den 20. November, um 18 Uhr!
—————————-
“Nachtzug nach Lissabon”

Am Montag, den 21. November, um 20 Uhr, läuft “Nachtzug nach Lissabon” (Deutschland 2012) von Bille August, Darsteller: Jeremy Irons, Mélanie Laurent, Jack Huston, Martina Gedeck, Tom Courtenay, August Diehl, Bruno Ganz, Lena Olin nach dem Roman von Pascal Mercier.
Der Lehrer Raimund Gregorius (Jeremy Irons) trifft auf der Kirchenfeldbrücke in Bern auf eine mysteriöse junge Portugiesin. Er kann die junge Frau gerade noch rechtzeitig daran hindern, sich von einer Brücke in den Tod zu stürzen. Die geheimnisvolle Fremde verschwindet fast genauso schnell wie sie aufgetaucht ist und so macht er sich auf die Suche nach ihr…

Seine Reise überwindet Zeit und Raum, berührt Fragen der Geschichte, der Philosophie, der Medizin, trifft auf die Liebe, und wird zur befreienden Suche nach dem wahren Sinn des Lebens.
aktuell: “…wenn die Diktatur eine Tatsache ist, ist die Revolution eine Pflicht.” (Amadeu Prado)
——————————-
Seniorenkino: “Sterben für Anfänger”

Was sich zunächst sehr makaber anhört, “Sterben für Anfänger” entpuppt sich als wunderbar turbulente Komödie um eine Beerdigung mit Hindernissen, am Mittwoch, den 23. November, um 16 Uhr in der Kinowerkstatt zu sehen. Regisseur Frank Oz (“Muppets”, “Der kleine Horrorladen” und “Die Frauen von Stepford”) zieht dabei alle Register des schwarzen Humors.
Heute ist die Beerdingung seines Vaters, und für Daniel (Matthew Macfadyen) ist es ein außerordentlich schlechter Tag – besonders als er feststellen muss, dass der Leichnam im Sarg gar nicht sein Vater ist… Als ob das noch nicht genug wäre, taucht plötzlich ein ebenso ungewöhnlicher wie unbekannter Gast (Peter Dinklage) auf, der einige pikante Geheimnisse über den Verstorbenen kennt und droht, diese publik zu machen, sollte er nicht unverzüglich eine ansehnliche Summe Geld erhalten. Es liegt nun an Daniel, die Beerdigung vor dem endgültigen Chaos zu bewahren und seinem Vater einen würdevollen Abschied zu ermöglichen – auch wenn er dazu über Leichen gehen muss…