Sieger der St. Ingberter Pfanne: Alle Stimmen für Berlin

Es war ein Wettbewerb so abwechslungsreich wie man es von der St. Ingberter Pfanne kennt. Von klassischem Kabarett, Poetry Slam, ganz neuen Formen der Pantomine und viel Musik war alles dabei, was den renommierten Kleinkunstpreis so begehrt und beliebt macht. Am Freitagabend wurden in der St. Ingberter Stadthalle die vier Preise verliehen. Überraschenderweise kamen die Preisträger alle aus Berlin. Die beiden Sieger werden mit einer echten Kupferpfanne und jeweils 4000€ Preisgeld ausgezeichnet. Zum einen überzeugte der Stand-up-Comedien Stefan Danzige durch seine jugendliche Frische und gleichzeitige Reife. Kein Wunder bei der Lebenserfahrung, die ihn mit seinen Eltern statt in den gelobten Westen in die Sowjetunion brachte. Seit zehn Jahren arbeitet er als Touristenführer in Berlin. Seine brillante Wortwahl, seine sympathische Bühnenpräsenz und die Fähigkeit, absurde Dinge des Alltags zu einfach zu erklären, brachten ihm den Preis der Jury ein.

Den zweiten Jurypreis erhielt die Band Tonträger. Mit erfrischenden Texten und perfektem musikalischem Gespür überzeugten die vier Berliner die Jury. Sicherlich auch, weil die Rockmusiker auf einer Kleinkunstbühne eine überaus seltene Angelegenheit sind. Aber Tonträger sind auch in ihrer Heimatstadt gern gesehene Gäste auf renommierten Kabarettbühnen. Etwa in der Bar jeder Vernunft, wo es sogar zum gemeinsamen Auftritt mit Pfannenpreisträger Bodo Wartke kam.
Das Tonträger-Konzept begeisterte auch die zehnköpfige Jugendjury: der von Kultusminister Commerçon gestiftete Preis ging an die Berliner Band.
Bleibt noch zum Schluss das Votum des Publikums welches sich ebenfalls für den frech-erfrischenden Stefan Danziger entschied.

Foto: Paul Schimweg
Stefan Danziger
Foto: Franziska Allner
Tonträger

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