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Löschbezirke Hassel und Rohrbach trainieren gemeinsame technische Rettung auf dem Autobahnrastplatz Kahlenberg

Am vergangenen Montagabend führten die Löschbezirke Hassel und Rohrbach der Freiwilligen Feuerwehr St. Ingbert eine gemeinsame Einsatzübung auf dem Autobahnrastplatz Kahlenberg durch. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit bei einem schweren Verkehrsunfall unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren.
Kurz nach 19 Uhr wurden beide Löschbezirke mit dem Einsatzstichwort *„Verkehrsunfall – Menschenlage unklar“* alarmiert. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle bot sich den Einsatzkräften das folgende Szenario. Zwei Pkw waren miteinander kollidiert, eines der Fahrzeuge lag auf der Seite. Insgesamt waren vier Personen verletzt, drei davon in den Fahrzeugen eingeklemmt beziehungsweise eingeschlossen. Eine vierte Person hatte sich bereits selbstständig aus ihrem Fahrzeug befreien können und wurde umgehend von den Feuerwehrkräften medizinisch erstversorgt.
Nach der ersten Erkundung und den notwendigen Sicherungsmaßnahmen begannen die Einsatzkräfte mit der technischen Rettung. Am auf der Seite liegenden Fahrzeug wurde eine Dachöffnung geschaffen, um die Fahrerin möglichst schonend aus dem Fahrzeug zu befreien. Beim zweiten Pkw musste eine große Seitenöffnung vorgenommen werden, bevor auch dort die Fahrerin patientengerecht gerettet werden konnte.
Eine besondere Herausforderung stellte die Rettung der Beifahrerin des zweiten Fahrzeugs dar. Diese war in den Fußraum gerutscht, während sich das Fahrzeug mit der Beifahrerseite direkt an einer Hauswand befand. Dadurch war der Zugang erheblich erschwert. Dank des koordinierten Vorgehens der Einsatzkräfte konnte jedoch auch diese Person nach kurzer Zeit sicher aus ihrer Zwangslage befreit werden.
Im Anschluss an die Übung fand eine gemeinsame Nachbesprechung statt. Dabei wurden die einzelnen Einsatzabschnitte analysiert, die getroffenen Maßnahmen bewertet und Erkenntnisse für zukünftige Einsätze gewonnen.
Ein besonderes Merkmal dieser Übung war nicht nur das anspruchsvolle Unfallszenario, sondern auch der außergewöhnliche Übungsort. Dass der Autobahnrastplatz Kahlenberg als Übungsfläche genutzt werden konnte, war der Unterstützung der Autobahn GmbH zu verdanken. Aufgrund der derzeitigen Bauarbeiten auf der A6 und der damit verbundenen Sperrung des Rastplatzes bot sich die seltene Gelegenheit, unter nahezu realen Bedingungen zu üben.
Für zusätzliche Authentizität sorgten die Verletztendarsteller der Notfalldarstellung des DRK Quierschied. Die Mimen wurden professionell geschminkt und stellten die Unfallopfer äußerst realistisch dar. Dadurch konnten die Einsatzkräfte nicht nur die technische Rettung, sondern auch den Umgang mit verletzten Personen unter einsatznahen Bedingungen trainieren.
Die gemeinsame Übung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig regelmäßiges Training und die enge Zusammenarbeit der einzelnen Löschbezirke sind. Nur durch kontinuierliche Aus- und Fortbildung können Einsatzkräfte im Ernstfall schnell, sicher und professionell Hilfe leisten.

Foto: G. Schwan
Vorbereitung der Rettung
Foto: G. Schwan
PKW in Seitenlage nach der Rettung
Foto: G. Schwan
Foto: G. Schwan
Rettung der Fahrerin
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