Auf Einladung von Oberbürgermeister Ulli Meyer hat sich in dieser Woche ein breites Netzwerk zentraler Akteure der Gefahrenabwehr im Rathaus St. Ingbert getroffen. Ziel der Veranstaltung ist die Stärkung des Krisenmanagements mit besonderem Fokus auf Stromausfälle.
Vertreterinnen und Vertreter der Feuerwehr, des Technisches Hilfswerk (THW), der Polizei, des Deutsches Rotes Kreuz (DRK), des Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr sowie die Geschäftsführungen der Stadtwerke und des Kreiskrankenhauses folgten der Einladung der Stadtverwaltung.
Hintergrund des Treffens war unter anderem der Stromausfall im Januar in Berlin, der die Bedeutung funktionierender Krisenstrukturen erneut verdeutlicht hat.
Jonas Jung, Koordinator Bevölkerungsschutz der Stadtverwaltung, informierte die Teilnehmer über den aktuellen Sachstand und die bereits umgesetzten Maßnahmen der Verwaltung. Dazu zählen unter anderem der Aufbau und die Planung von Notfallanlaufpunkten für die Bevölkerung sowie die Beschaffung und laufende Anschaffung leistungsfähiger Stromaggregate.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der interkommunalen Zusammenarbeit im Krisenfall mit den Nachbarkommunen Sulzbach und Kirkel. Auch die Modernisierung der Sireneninfrastruktur schreitet voran. Bis zum kommenden Jahr sollen rund 90 Prozent der Sirenenanlagen auf moderne, notstromgepufferte Systeme umgestellt sein. Über diese neuen Warnanlagen können künftig auch Sprachdurchsagen erfolgen.
Darüber hinaus befindet sich aktuell ein Alarm- und Einsatzplan für den Fall eines großflächigen Stromausfalls im Aufbau.
Im Rahmen des Runden Tisches berichteten die beteiligten Organisationen aus ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen und brachten ihre Erfahrungen und Einschätzungen ein. Abschließend wurden offene Punkte gesammelt, die im Nachgang weiter konkretisiert und bearbeitet werden. Ein zentrales Anliegen aller Beteiligten ist dabei der weitere Ausbau schneller und verlässlicher Kommunikationswege im Krisenfall.
Oberbürgermeister Ulli Meyer betonte die Bedeutung des gemeinsamen Austauschs:
„Ein funktionierendes Krisenmanagement lebt vom Miteinander. Der heutige Austausch ist ein wichtiger Schritt, um unsere Strukturen kontinuierlich zu verbessern. Die Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam bewältigen.“
Der regelmäßige Austausch sowie die konsequente Weiterentwicklung der Maßnahmen sind auch im Kontext der zivilen Verteidigung von zentraler Bedeutung. Ziel ist, die Resilienz der Stadt St. Ingbert weiter zu stärken und bestmöglich auf mögliche Krisensituationen vorbereitet zu sein.
