Das Sternsingen ist die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit. Jahr für Jahr engagieren sich tausende junge Menschen, um mit dem traditionellen Haussegen Hoffnung zu bringen und Spenden für Bildungs-, Gesundheits- und Schutzprojekte für benachteiligte Kinder zu sammeln. Dabei verbindet die Aktion lokales Engagement mit globaler Verantwortung und setzt ein sichtbares Zeichen gelebter Solidarität.
Auch in St. Ingbert sind rund um den 6. Januar wieder zahlreiche Sternsingerinnen und Sternsinger in der Innenstadt und den Stadtteilen unterwegs. Sie bringen den Segen in die Häuser und sammeln Spenden für Kinder in Not. Das Motto der Aktion Dreikönigssingen 2026 lautet: „Schule statt Fabrik! Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Beispielland der diesjährigen Aktion ist Bangladesch.
Im Mittelpunkt der Aktion steht das Thema Kinderarbeit. Die Sternsingerinnen und Sternsinger setzen sich mit den Kinderrechten auseinander und zeigen auf, wie wichtig Schutz, Bildung und faire Lebensbedingungen für Kinder weltweit sind. Gerade in bewegten Zeiten sendet das Sternsingen damit eine starke soziale und gesellschaftliche Botschaft, die alle Altersgruppen anspricht und zum Mitmachen motiviert.
Sternsinger besuchten das Rathaus
Auch in diesem Jahr machten die Sternsinger der Pfarrei Heiliger Ingobertus Station im Rathaus. Stellvertretend für alle Beteiligten überbrachten Louise-Feë (14) als Melchior, Jonas (13) als Balthasar und Luna-Fleur (12) als Caspar den Segen.
Die Sternsinger brachten die Aufkleber mit der Jahreszahl und den Buchstaben „20 ✶ C ✶ M ✶ B ✶ 26“ an der Bürotür des Oberbürgermeisters und am Rathauseingang an. Diese stehen für die lateinischen Worte „Christus mansionem benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“.
Oberbürgermeister Ulli Meyer freute sich sehr über den Besuch der engagierten Jugendlichen, die nun schon seit einigen Jahren immer in der gleichen Besetzung kommen: „Ihr bringt nicht nur den Segen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus, sondern auch für alle Besucher. Ich danke euch ganz besonders, dass ihr trotz widriger Witterungsbedingungen und eisiger Kälte unterwegs seid, um anderen Menschen eine Freude zu machen.“
Foto: Thomas BastuckMit gutem Beispiel ging der Oberbürgermeister anschließend voran und unterstützte die Aktion mit einer Spende. Er dankte den Kindern und ihren Begleiterinnen ausdrücklich für ihr ehrenamtliches Engagement. Der Besuch im Rathaus war an diesem Tag bereits die vierte Anlaufstation der Sternsinger-Gruppe – nach dem Bruder-Konrad-Haus, dem Fidelishaus, der Tagespflege „Glück auf“ und einem spontanen Überraschungsbesuch in einer St. Ingberter Bankfiliale. Nachdem sie sich im Rathaus mit dem Spruch „Gott segne euch in diesem Jahr, das wünscht die Dreikönigsschar“ verabschiedet hatten, machten sie sich noch auf ins Barbaraheim, um auch dort den Bewohnerinnen und Bewohnern den Segen zu bringen.
Wer zuhause nicht angetroffen wurde, kann sich den Aufkleber mit dem Haussegen auch am Samstag, 10. Januar von 9.30 Uhr – 12.30 Uhr, auf dem Wochenmarkt, im Kaufland oder im REWE abholen.

