Französisch-Zertifikate erwerben bei der Biosphären-vhs St. Ingbert

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Die Biosphären-vhs St. Ingbert mit ihrer Nebenstelle Rohrbach/Hassel bietet Schülerinnen und Schülern von erweiterten Schulen die Möglichkeit, in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung und Kultur sowie der Französischen Hochschule, Saarbrücken, ein Zertifikat in der französischen Sprache zu erwerben. Die Zuständigkeit für Schulen im Ostsaarland – von St. Wendel bis St. Ingbert – liegt bei der St. Ingberter vhs. Ansprechpartnerin ist Christa Strobel.

„Für uns ist es besonders wichtig“, so Marika Flierl, Leiterin der Biosphären-vhs St. Ingbert, „sich für unsere Großregion und unser gemeinsames Europa stark zu machen. Deshalb freut es uns ganz besonders, wenn viele Schülerinnen und Schüler die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit der Sprache, Kultur und Geschichte unserer französischen Nachbarn suchen.“

In den Niveaus A1, A2, B1, B2 (Abiturniveau) und C1 (berechtigt zum Studium im Frankreich) werden jeweils schriftliche und mündliche Prüfungen abgelegt, die strengen Maßstäben unterworfen sind. Die Prüferinnen sind Französinnen, die dafür eine spezielle Berechtigung erworben haben. Das Zertifikat ist ein in der ganzen Welt anerkanntes, standardisiertes Diplom (Diplôme d’ Études en langue Française). Es bietet Inhabern Chancen im Studium und bei der Berufsausbildung im In- und Ausland. „Bereits während der Schulzeit kann man sich einen qualifizierten Vorsprung erarbeiten“, betont die vhs-Leiterin.

Foto: Marco Oster
v.l.n.r.: Myriam Paty-Schneckenburger (Prüferin), Marika Flierl (Leiterin Biosphärenvhs St. Ingbert), Rose-Marie Tonnelier (Prüferin), Chantal Nicolay (Prüferin), Christa Strobel (Leiterin vhs-Nebenstelle Rohrbach/Hassel)

Auch die beiden St. Ingberter Gymnasien (Leibniz und Albertus-Magnus) nutzen diese Möglichkeiten zahlreich. Die Gymnasiasten werden in Arbeitsgemeinschaften gut darauf vorbereitet. Seit Jahren melden sie in allen Niveaus Schülerinnen und Schüler zu Prüfungen an, die bisher immer bestanden wurden. Geprüft werden im schriftlichen Bereich Hörverstehen, Textverstehen und Textproduktion. In der mündlichen Prüfung wird ein Thema vorgegeben, über das man auf Französisch referieren muss. Die Prüfungen finden an den jeweiligen Schulen statt. „Das ist ehrenamtliche Zusatzarbeit der Lehrerinnen“, so Christa Strobel, „die gar nicht hoch genug geschätzt werden kann. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass – wie am AMG – jedes Jahr fast fünfzig Prüfungen anstehen.”

Die Lehrerinnen Susanne Schäfer-Jost und Annette Schledorn (Leibniz-Gymnasium) und Sabine Meiser (Albertus-Magnus-Gymnasium) loben ihre Schülerinnen und Schüler, von denen viele regelmäßig jedes Jahr an den Prüfungen teilnehmen und dabei meist ausgezeichnete Leistungen erzielen. Manche schaffen es sogar bis zum beachtlichen Niveau C1.