Die Feuerwehr St. Ingbert wurde zwischen dem 22. und 24. Oktober zu mehreren Hilfeleistungseinsätzen im Stadtgebiet alarmiert. Neben einer Meldung über Gasgeruch waren die Einsatzkräfte infolge stürmischen Wetters mehrfach gefordert. Glücklicherweise konnten alle Einsatzlagen ohne Personenschäden bewältigt werden.
Mittwoch, 22. Oktober – Meldung über Gasgeruch im Bereich Schlachthofstraße
Kurz vor 9 Uhr wurde der Löschbezirk St. Ingbert-Mitte in den Bereich Schlachthofstraße/Poststraße alarmiert. Anwohner hatten einen deutlichen Gasgeruch wahrgenommen.
Die Einsatzkräfte führten umfangreiche Messungen mit speziellen Messgeräten durch. Dabei konnten keine messbaren Gaskonzentrationen festgestellt werden. Allerdings bestätigte sich vor Ort ein deutlich gasähnlicher Geruch. Auch die parallel durchgeführten Kontrollen und Messungen des zuständigen Energieversorgers ergaben weder gefährliche Konzentrationen noch einen eindeutigen Ursprung des Geruchs. Nach der Kontrolle mehrerer Örtlichkeiten in der Umgebung und dem Ausschluss einer konkreten Gefahrenlage konnte der Einsatz beendet werden.
Information: Die Feuerwehr weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Erdgas und andere Brenngase durch sogenannte Odorierstoffe künstlich mit einem intensiven Geruch versehen werden. Dieser wird häufig als faulig, schwefelartig oder an faule Eier erinnernd beschrieben und soll selbst kleinste Gasmengen frühzeitig wahrnehmbar machen. Bereits sehr geringe Konzentrationen können daher deutlich gerochen werden, ohne dass gleichzeitig eine gefährliche Konzentration messbar ist.
Unabhängig davon gilt: Wird Gasgeruch wahrgenommen, ist die Verständigung der Feuerwehr oder des Energieversorgers stets richtig. Ob tatsächlich eine Gefahr vorliegt, kann erst durch entsprechende Messungen vor Ort sicher festgestellt werden.
Donnerstag, 23. Oktober – Sturmbedingte Einsätze im Stadtgebiet
Das stürmische Wetter führte am Donnerstag lediglich zu wenigen Einsätzen für die Feuerwehr St. Ingbert.
Gegen 13.30 Uhr wurde die Feuerwehr St. Ingbert-Mitte auf die L 244 in Richtung Schnappach alarmiert. Dort war ein Baum auf die Fahrbahn gestürzt. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatten Mitarbeiter eines Energieversorgungsunternehmens, die zufällig im Rückstau standen und über eine Motorsäge verfügten, gemeinsam mit weiteren Verkehrsteilnehmern den Baum bereits weitgehend beseitigt. Die Feuerwehr unterstützte bei der Grobreinigung der Fahrbahn und schnitt das Straßenprofil weiter frei. Zusätzlich musste eine geringfügige Ölverschmutzung im Bereich der Einsatzstelle abgestreut werden. Die Polizei war ebenfalls vor Ort und gab die Straße nach Abschluss der Maßnahmen wieder für den Verkehr frei.
Am Nachmittag gegen 15.50 Uhr wurden die Löschbezirke Hassel und Oberwürzbach zu einem gemeldeten Baum auf der Fahrbahn im Auffahrtsbereich der A 6 alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass lediglich die Spitze eines Astes am Fahrbahnrand lag. Eine Beeinträchtigung des Verkehrs bestand nicht. Der Ast wurde zur Seite geräumt, weitere Maßnahmen waren nicht erforderlich.
Hinweis: Die Feuerwehr möchte diesen Einsatz zum Anlass nehmen, auf den verantwortungsvollen Umgang mit entsprechenden Meldungen hinzuweisen. Nicht jeder Ast am Fahrbahnrand stellt automatisch eine unmittelbare Gefährdung dar, die einen Feuerwehreinsatz erforderlich macht. Insbesondere bei stürmischer Witterung sollten Lage, Größe und tatsächliches Gefährdungspotenzial nach Möglichkeit kritisch bewertet werden. Geht von einem Hindernis eine Gefahr für Verkehrsteilnehmer aus oder besteht Unsicherheit über die Situation, ist die Alarmierung der Feuerwehr selbstverständlich richtig und sinnvoll.
Das beigefügte Bild der Einsatzstelle zeigt beispielhaft eine Lage, bei der nach Eintreffen der Feuerwehr keine akute Gefährdung mehr bestand. Gerade nach Stürmen kommt es regelmäßig vor, dass Äste oder kleinere Hindernisse bereits durch andere Verkehrsteilnehmer entfernt wurden. Wer selbst tätig werden möchte, sollte dies nur nach sorgfältiger Abwägung des eigenen Risikos tun. Insbesondere auf Bundes- und Landstraßen sowie erst recht auf Autobahnen kann ein Betreten der Fahrbahn lebensgefährlich sein. In solchen Bereichen sollte grundsätzlich auf die zuständigen Einsatzkräfte gewartet werden.
Freitag, 24. Oktober – Mehrere Bäume in den Kronen festgehangen
Am Freitagmorgen gegen 9.40 Uhr wurde die Feuerwehr Rohrbach in die Straße „Hinter den Gärten“ alarmiert. Dort drohten mehrere Bäume umzustürzen.
Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass drei Bäume in den Baumkronen anderer Bäume festhingen. Eine unmittelbare Beseitigung durch die Feuerwehr war nicht möglich beziehungsweise nicht erforderlich. Zur Absicherung der Gefahrenstelle wurde der Baubetriebshof hinzugezogen. Die Anwohner der angrenzenden Grundstücke wurden über die Gefahr informiert und aufgefordert, die betroffenen Gartenbereiche bis zur Beseitigung der Gefahr nicht zu betreten.
Foto: Markus Zintel / Feuerwehr St. Ingbert
Foto: Markus Zintel / Feuerwehr St. Ingbert
