Kinowerkstatt St. Ingbert: Programm vom 14. – 17. März 2014

“Wolfskinder” (Freitag, 14. März, 19 Uhr; Samstag, 15. März, 18 und 20 Uhr)
“Die Elsässer (Teil 4)” (Montag, 17. März, 18 Uhr)
“Dallas Buyers Club” (Sonntag, 16. März, 18 und 20:15 Uhr)
“Mary Poppins” (Sonntag, 16. März, 15:30 Uhr)
“Die Elsässer (Teil 4)” (Montag, 17. März, 18 Uhr)
“RETURN TO FOREVER – LIVE AT MONTREUX” (Montag, 17. März, 20 Uhr)

Ophüls und Oscar:

“Wolfskinder”

Einen sehr sehenswerten Film aus dem diesjährigen Max-Ophüls-Wettbewerb zeigt die Kinowerkstatt St. Ingbert am Freitag, den 14. März, um 19 Uhr, am Samstag, den 15. März um 18 und 20 Uhr: “Wolfskinder” (Deutschland 2013, ca. 117 min. Regie: Rick Ostermann mit Levin Liam, Helena Phil, Vivien Ciskowski, Patrick Lorenczat, Willow Voges-Fernandes (FSK: ab 6)

1947. Im damaligen Ostpreußen und den Gebieten des Baltikums kämpfen Tausende von elternlosen Kindern um ihr Überleben. Zu ihnen gehört auch der 14-jährige Hans. Als seine Mutter im Sterben liegt, überträgt sie ihm eine letzte Aufgabe: Er soll mit seinem kleinen Bruder nach Litauen flüchten, wo einige Bauern deutsche Kinder bei sich aufnehmen. Doch in den Wäldern verliert er seinen Bruder aus den Augen. Seine Suche wird zu einer Odyssee, und Hans muss in einem fremden Land gegen Hunger, Wetter und Krankheit kämpfen. “Sie haben keine Eltern und kein Zuhause, kämpfen ums Überleben. Rick Ostermanns packender Film über diese Kinder, die keine Kindheit haben und ihre Herkunft verleugnen müssen, ist handwerklich sehr ausgereift, überzeugt mit bestechenden Bildern von Landschaften und Tieren sowie stimmungsvoller Musik und spannenden Geräuschen.” (Katalog Max-Ophüls-Preis 2014)

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Eine wahre Geschichte: „Dallas Buyers Club“

Alle wollen sie sehen: Oscar-Preisträger Matthew McConaughey (Bester Hauptdarsteller) und Jared Leto, Oscar als Bester Nebendarsteller. Sie spielen in „Dallas Buyers Club“ (USA 2014), Regie: Jean-Marc Vallée, Drehbuch: Craig Borten, Melisa Wallack ,Darsteller: Matthew McConaughey, Jennifer Garner, Jared Leto, Steve Zahn, Dallas Roberts, Denis O’Hare, Griffin Dunne, Kevin Rankin, Jane McNeill, Joji Yoshida, Catherine Kim Poon, John Tabler, James DuMont, Juliet Reeves, Stephanie Grote (117 Minuten, ab 12 Jahren), der weiterhin wegen der grossen Nachfrage in der Kinowerkstatt läuft, am Sonntag, den 16. März, um 18 und 20:15 Uhr.
Die unglaubliche Geschichte, die dieser Film erzählt, hat sich in groben Zügen tatsächlich zugetragen. Texas, 1986: Der Elektriker Ron Woodroof (Matthew McConaughey) ist das, was man in seiner Heimat Texas einen richtigen Mann nennt: Er trinkt gerne, hängt mit seinen Jungs ab, schläft reihenweise mit Frauen und reitet ab und zu auch mal einen Bullen beim Rodeo, stilisiert sich sogerne zum Cowboy. Als er eines Tages bei der Arbeit mal einen heftigen Stromstoss abbekommt, wacht er wenig später im Krankenhaus auf. Die Ärzte haben jedoch keine guten Nachrichten für ihn: Ron wurde positiv auf HIV getestet, und er hat jetzt noch etwa 30 Tage zu leben.
Doch Ron will nicht so einfach aufgeben. Er informiert sich genauer über seine Krankheit und sucht nach alternativen Heilmethoden. Er landet schliesslich in Mexiko, wo er mit Medikamenten behandelt wird, welche von der amerikanischen FDA (Food and Drug Administration) nicht genehmigt sind und die man deshalb in den USA nicht bekommen kann. Er beginnt ein lukratives Geschäft mit geschmuggelten, de facto lebensverlängernden Medikamenten – und er legt in den Jahren, die ihm doch noch bleiben, seine Ressentiments gegen Schwule ab und lebt noch sieben Jahre länger, obwohl die Ärzte ihm anfangs nur noch 30 Tage geben.

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“Mary Poppins” im Familienkino, Sonntag, 16. März 15:30 Uhr!

Die Kinowerkstatt zeigt den Klassiker “Mary Poppins” (USA / GB 1964, Robert Stevenson) am Sonntag, den 16. März, bereits um 15:30 Uhr!
Zur Zeit läuft der Disney-Spielfilm “Saving Mr. Banks” über die Entstehung des grossen Klassikers “Mary Poppins”. Es geht um die teils schwierige Beziehung zwischen dem Studioboss Walt Disney und der Mary Poppins Erfinderin P. L. Travers. Die in Australien geborene Autorin P. L. Travers (1899-1996) war eine Dame die genau wusste was sie wollte, als Disney versuchte, die Filmrechte an ihren Mary Poppins Büchern zu bekommen. Sie ließ sich nicht vom Charme des Disney-Chefs beeindrucken, sondern bestand auf so viel Mitspracherecht bei der Entwicklung des Films und des Drehbuchs dass sie dem guten alten Walt fast den letzten Nerv kostete. Aber vielleicht war dies ja ein Mitgrund warum der Film Mary Poppins (1964) so ein exzellenter Klassiker von einem Familienfilm wurde. Eben Superkalifragilistischexpiallegetisch!

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“Die Elsässer – 4. Teil

Den letzten und vierten Teil, die Jahre 1943-1953, der Serie “Die Elsässer” zeigt die Kinowerkstatt am Montag, den 17. März, um 18 Uhr. 1942/43 etabliert sich der elsässische Widerstand gegen die Nazis. 1944 wird das Elsaß ein freies Land. Das Dorf Alsheim
wird von den Amerikanern befreit.1953 wird Louis- Charles de la Tour Europa-Abgeordneter und das Elsass findet endlich seinen Frieden. Die Schicksale von Louis Charles Kempf und Peter Imhoff zeigen stellvertretend für die Elsässer, die in deutsche niformen in den Krieg geschickt wurden, das Problem der „malgré nous“.

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Kino liebt Jazz!

Als Appetizer zum 28. Internationalen Jazz-Festival St. Ingbert vom 3. bis 6. April 2014 in St. Ingbert bietet die KINOWERKSTATT, eine kleine Filmreihe mit Jazzfilmen an. Als zweiter Film läuft am Montag, den 17. März, um 20 Uhr „RETURN TO FOREVER – LIVE AT MONTREUX“ (UK 2008, 149 Min.,FSK: ohne)
In den Siebzigern waren Return To Forever die Speerspitze im Bereich Jazz / Rock-Fusion. Über 2 Stunden mitreissende Musik bietet dieser Mitschnitt des sagenhaften Konzertes in Montreux 2008 nach dem Comeback in der legendären Besetzung Chick Corea(Keyboards), Stanley Clarke (Bass), Al Di Meola (Gitarre) und Lenny White (Schlagzeug).