Vom Helferfest zum Grillabend

Die Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW haben bei der Hochwasserkatastrophe in St. Ingbert großartiges geleistet und vielen Menschen geholfen. Ein groß geplantes Helferfest von Oberbürgermeister Wagner lehnt die Feuerwehr allerdings ab. „Wir möchten nicht gefeiert werden, weil wir geholfen haben. Wenn Bürger Hilfe benötigen, sind wir zur Stelle, das ist unsere Aufgabe, der wir sehr gerne nachkommen, deshalb sind wir Mitglieder der Wehr.“, meint die Feuerwehr.
Oberbürgermeister Hans Wagner will sich bei den Wehrleuten und allen Einsatzkräfte trotzdem bedanken: „Ich respektiere, dass die Wehr in dieser Situation große Bescheidenheit zeigt. Ich habe großen Respekt vor der Leistung unserer freiwilligen Feuerwehr und ich habe Hochachtung vor der Entscheidung, kein groß angelegtes Helferfest beanspruchen zu wollen. Trotzdem will ich die Kameradschaft in der Wehr und dem THW unterstützen, indem wir dafür sorgen, dass die Einsatzkräfte einen Abend lang zusammen grillen, etwas trinken und sich wohlfühlen. Deshalb werden wir – in Abstimmung mit der Wehr – einen Grillabend für alle Einsatzkräfte organisieren”.

Das ursprünglich angedachte große Helferfest, zu dem neben Geldspenden auch Sachspenden und tatkräftige Hilfe von vielen St. Ingberter Bürgern angeboten wurden, wird in dieser Form also nicht stattfinden.

Die Feuerwehr legt großen Wert darauf, dass Geldspenden anstatt für ein Helferfest für die vom Unwetter geschädigten Bürger verwandt werden sollen. Da die bis jetzt eingegangenen Geldspenden zweckgebunden verwendet werden müssen, werden zukünftig eingehende Geldspenden von der Feuerwehr an den Hilfsfond für Unwettergeschädigte weitergeleitet.

Foto: TA Crawford
Am 1. Juni 2018 kam es durch Starkregen zu Überflutungen. Teile der Innenstadt standen komplett unter Wasser.
Starkregenkatastrophe 1. Juni
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