Böhmisch-bayrische Blasmusik und Mundarttexte für die Senioren in St. Ingbert

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Bei strahlendem Sonnenschein fand am vergangenen Samstag die zweite Veranstaltung des Ortsrates im Außenbereich der Seniorenheime Mathildenstift und KRS in St. Ingbert statt.

Ortsvorsteherin Irene Kaiser begrüßte die Seniorinnen und Senioren herzlich, die sich nach der langen Zeit mit schmerzhaften Kontaktbeschränkungen sichtlich auf einen abwechslungsreichen Nachmittag freuten. Ganz besonders bedankte sie sich beim Pflegepersonal und den Mitarbeitern, die diese ganz besonderen Herausforderungen während der Pandemie mit ihrem unermüdlichen Einsatz überaus gut gemeistert haben.

„Nachdem jetzt schon im zweiten Jahr der Seniorennachmittag pandemiebedingt ausfallen musste, hat der Ortsrat kurzfristig beschlossen, ein anderes Format für den Seniorennachmittag zu wählen und Musik und Literatur zu den Seniorinnen und Senioren in den Pflegeheimen zu bringen,“ so Kaiser.

Mit den Laabtaler Musikanten, unter der Leitung von Karsten Kühn, und ihrer traditionellen böhmisch-bayrischen Blasmusik kam gleich Biergartenstimmung auf.

Einzelne Heimbewohner wurden zum Schunkeln, Mitsingen und sogar zum Taktschlagen animiert. Engagiert hatte der Ortsrat dazu noch zwei bekannte Literaten aus St. Ingbert: Ursula Ochs – Steinfeld und ihren Ehemann Albrecht Ochs.

Gekonnt und mit zum Teil starken Gesten trugen sie die Mundarttexte der Heimatdichter Karl Uhl, Heinrich Kraus, Eugen Motsch und Manfred Kelleter vor.

Die Auswahl der Texte war sehr gelungen. Typische Alltagserlebnisse und Situationen von „Sellemools“ wurden von beiden gekonnt pointiert in Mundart vorgetragen.

So ging es unter anderem um das „Muschgedonner“, sich „schäde lasse“, es „Bobbelsche“ oder „wie Jäbs beichte ware“. Schmunzeln und Lachen war damit vorprogrammiert.

„Der lebhafte Beifall zeigte, dass es für die Seniorinnen und Senioren ein schöner und unbeschwerter Nachmittag war, den alle genossen haben,“ so die Ortsvorsteherin.