Die Donauschenke feiert ihr 70-jähriges Jubiläum

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Josef und Agnes Redel, bauten 1937 in St. Ingbert „an der Donau“ ein Siedlerhaus, aus dem dann das Gasthaus Donauschenke entstand. Am 24.März 1951 wurde das Lokal eröffnet. Schon sehr bald war das Gasthaus in St. Ingbert und Umgebung bekannt für seine gute Küche, war doch die Großmutter von Josef Redel (jun.) gelernte Köchin und hatte schon in Restaurants wie das Reichseck oder Minera in Saarbrücken gekocht.

Wandervereine und Busfahrten machten aus der Donauschenke ein beliebtes Ausflugslokal. Die Bergleute des nahe gelegenen Rischbachstollens besuchten ebenso gerne das Lokal, war doch Mittwochs und Sonntags eine Tanzveranstaltung im großen Saal. Josef Redel (sen.) und seinem Sohn Kurt, beides gelernte Modelschreiner, bauten eine Brücke, damit die Wanderer trockenen Fußes über den Nassauer Graben wandern konnten. Die Donauschenke wurde Vereinslokal der Rosen- und Blumenfreunde sowie des Pensionärvereins.

Seit 1951 wurden unzählige Familienfeste, Vereinsfeste aber auch Faschingsveranstaltungen gefeiert. 20 Jahre als Familienbetrieb, danach mit wechselnden Pächtern. Die Wirte/-innen Anna Deckert, Gertrud Hoffmann, Christel Junk aber auch Kathi Morgenstern, Werner Röhrig und Bosko Radic sind vielen St. Ingbertern ein Begriff. Seit Oktober 2019 wird das Lokal von Maria Deffland geleitet. Die gebürtige Ungarin ist ebenfalls gelernte Köchin und lebt schon viele Jahre im Saarland. Sie führt zusammen mit ihrem Lebensgefährten Enrico Nagel das Lokal. In der schweren Zeit der Pandemie haben die Gäste die gute Küche von Maria schätzen gelernt. Alles selbstgemacht und frisch zubereitet – von Plätzchen, Kuchen und Brot bis zum ungarischen Kessel Gulasch oder selbstgeräucherten Forellen.

Der neugestaltete Biergarten, der wie 1951 vor dem Lokal liegt und damals noch Wirtschaftsgarten genannt wurde, lädt zu Hausmannskost und wie seit jeher, einem frisch gezapften Becker Bier und anderen kühlen Getränken ein.

Foto: Josef Redel
Feier in der Donauschenke.