Interessante Veranstaltungen bei der VHS-Nebenstelle Hassel

    Datum/Zeit
    Date(s) - 05.11.2018
    Ganztägig

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    Interessante Veranstaltungen bei der VHS-Nebenstelle Hassel

    Die Nebenstelle Hassel bietet Anfang November wieder zwei Vorträge und einen Workshop an: Am Montag, 5. November, wird Elisabeth Pintarelli im Rathaus Hassel um 18 Uhr einen Hasseler Heimatfilm (75 Minuten) aus den siebziger Jahren zeigen und damit in ein Stück Hasseler Geschichte einsteigen. Ausgangspunkt ist die Eisenbergschule, die im letzten Jahr ihr 50jähriges Bestehen feierte.

    Der Film, der aus vielen verschiedenen Aufnahmen zusammengestellt wurde, gedreht vom Hasseler Fotografen und Filmemacher Hilar Luck, wurde von Konrad Bauer zusammengeschnitten und veröffentlicht. Feuerwehr, Handballverein und Fanfarenzug werden ebenso gezeigt wie das Maibaumstellen und der Besuch des Ehrenbürgers Otto Brauner. Auch die Einweihung der neuen Schule, die Weltklasse Hasseler Fußballer oder der Faschingsumzug – all das wird wieder lebendig, so, wie’s domols war.

    Am Donnerstag, 8. November, hält Stephan Friedrich im Rathaus Hassel einen Vortrag über die Geschichte der Juden von Spiesen, die in enger Verbindung zu St. Ingberter Juden standen. In seinem Werk „Wir sind Dornen geworden in fremden Augen“ befasst sich der Dozent mit dem Schicksal der Juden von 1788 bis 1938, das exemplarisch ist für die Juden im Saarland. Jüdische Familien lebten 150 Jahre lang im Ort und gestalteten seine Geschichte mit. Das Leben der Juden wird ebenso angesprochen wie der Untergang der jüdischen Gemeinde in den dreißiger Jahren. Die meisten Juden flüchteten ins vermeintlich sichere Ausland, wo sie jedoch von ihren Verfolgern eingeholt wurden. Am 9./10.November jährt sich zum 80. Mal die Reichspogromnacht, in der von den Nationalsozialisten organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten Deutschen Reich durchgeführt wurden. Vom 7. bis 13. November wurden etwa 400 Menschen ermordet, Synagogen, Veranstaltungsräume, Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe zerstört. Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in den Holocaust mündete. Der Vortrag zeigt unter anderem am Beispiel der Spieser Juden, wie es dazu kam.

    An zwei Samstagen (10. und 17. November ab 10 Uhr) wird Susanne Weidmann im Werkraum der Eisenbergschule mit den Teilnehmern trendige Wohnaccessoires aus Beton gießen, diesmal mit Weihnachtsmotiven.

    Nach den Vorschriften des EU-Datenschutzgesetzes muss die Anmeldung schriftlich erfolgen. Das Formular dazu kann angefordert oder unter www.hassel.saarland (unter Download) heruntergeladen werden. Auskunft und Anmeldung – jeweils zwei Tage vor der Veranstaltung – bei der Geschäftsstelle der Biosphären-VHS St. Ingbert, Kaiserstr. 71, Tel. 06894/13-723, der VHS-Nebenstelle Hassel: 06894/5908933 oder per Mail: vhs-hassel@gmx.de.

    Foto: Dieter Wirth

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    Maria Müller-Lang

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