Handballabteilung der SG Hassel gründet neuen Handballverein

Die Mitglieder der SG Hassel haben in ihrer Versammlung vom 27.02.2020 einstimmig beschlossen, die Handball-Abteilung aus dem Verein zum 30.06.2020 auszugliedern. Damit wird die SG Hassel zu einem reinen Fußball-Verein. Die Handballabteilung, die seit mehreren Jahren erfolgreich eine Spielgemeinschaft mit dem HSV St. Ingbert unter den Namen „SGH St. Ingbert“ bildet, wird sich von der SG Hassel lösen und sich zukünftig unter neuem Namen eine eigene Rechtsform als eingetragener Verein geben.

Foto: Andreas Abel
Der Vereinsvorsitzende der SG Hassel, Andreas Abel, erläuterte in der außerordentlichen Mitgliederversammlung den Mitgliedern die Vorgeschichte zu diesem historischen Schritt. Da er sein Amt als Vorsitzender aufgeben wollte und erkennbar war, dass sich kein neuer Vorstand finden würde, stellte er sich die Frage, ob es überhaupt noch zeitgemäß ist, dass den beiden Abteilungen Platzsport und Hallensport ein weiterer Vorstand vorgesetzt ist. Beide Abteilungen haben ihre eigenen Strukturen und arbeiten im Tagesgeschäft völlig autark. Das sahen die Abteilungen genauso.

Es folgten zweijährige, zum Teil schwierige Verhandlungen über die Konditionen des Aussscheidens der Abteilung Hallensport, die schließlich Anfang des Jahres in einer einvernehmlichen Vereinbarung zwischen den Abteilungen und dem Hautverein mündeten.

Nachdem diese Vereinbarung in den beiden Abteilungen verabschiedet worden waren, war als letzter, vereinsrechtlich notwendiger Schritt nur noch der Beschluss der Mitgliederversammlung einzuholen. Und der fiel deutlich aus: alle erschienenen 62 Mitglieder stimmten der Ausgliederung zu.

Andreas Abel zeigte sich am Ende erleichtert, nachdem die Verhandlungen zwischenzeitlich immer mal wieder zu scheitern drohten. Er freute sich über die große Zustimmung, die diesem historischen Schritt für die SG Hassel den passenden Rahmen gab.

Damit gehen die Fußballer und die Handballer der SG Hassel nach dem 30.06.2020 getrennte Wege. Allen Beteiligten war es jedoch wichtig, dass es ein Ausscheiden im Guten, also ohne Streit ist und damit nur rechtlich das umgesetzt wird, was faktisch bereits seit mehreren Jahren in den Abteilungen gelebt wurde.