Liebe, Dunkelheit und (verlorene) Menschlichkeit

Es passiert nicht jeden Tag, dass bei uns eine CD hereinflattert mit der Bitte um eine Rezension – schon gar nicht von einer so interessanten Band wie “rebelsoul”. Nachdem wir neugierig die Klapphülle von “Losing Humanity” öffneten (natürlich umweltfreundlich zum Teil aus Pappe hergestellt) und das Booklet herausnahmen fielen uns die hochwertigen Fotos auf, die uns irgendwie bekannt vorkamen. Aber dazu kommen wir später.
Der Mensch neigt dazu Dinge in Schubladen zu stecken, um sie besser einordnen zu können. Und genau das mag rebelsoul nicht, wäre es denn überhaupt möglich. Rockig ist die Musik, soviel lässt sich sagen. Aber ist sie hart, soft, schnell oder langsam? Das lässt sich alles bejahen. Sie ist aber auch eingängig und melodisch und mit einer Message. Die Menschlichkeit verlieren, “losing humanity”, darum geht es in einem Song, der sich gegen Nazis und ISIS stellt, gegen Rassismus und Homophobie. Denn ohne Menschlichkeit können wir nicht überleben.
Neben düsteren Songs wie “black swan” findet sich auch eine Rock-Ballade auf dem Album: “essence of love”, die von einer Liebe und Seelenverwandschaft handelt, die nicht einmal der Tod trennen kann.

Beim vorletzten “Jailhouse Rock” im alten Gefängnis in St. Ingbert durfte WSSI die Rebellen als Hauptact begrüßen. Dort entstand auch das ein oder andere Bandfoto. Vielleicht kam hierher auch die ein oder andere Inspiration aus “black swan”, der mit “my prison holds me” beginnt. Manchmal kann man vielleicht nur mit mehr Menschlichkeit aus seinem eigenen Gefängnis ausbrechen…

Das Album erschien beim Berliner Label Parrandera Records.

rebelsoul sind:

Tom Nothof (Leadsänger der Band, Bassist und Texter)
Simon Spaniol (Drums, Percussion)
Matthias Schaufler (Gitarre, Background Vocals)

Das neue Album ist ab sofort erhältlich z.B. bei iTunes und Amazon.de (klick).
Aber auch als Stream bei Spotify, und Deezer.

https://www.instagram.com/rebelsoul.music/?hl=de
http://rebelsoul.de

Cover losing humanity