Politischer Aschermittwoch der CDU mit Ausblick

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Die CDU lädt jeden Aschermittwoch zum Heringsessen in die Stadthalle ein. Stadtverbandsvorsitzender Pascal Rambaud begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste, u. a. den Fraktionsvorsitzende der Saar-CDU Alexander Funk, der zugleich das Wort ergriff und über die aktuelle politische Situation im Land sprach.

Pascal Rambaud begrüßt die Gäste beim Heringsessen der CDU

Das Debakel in Thüringen, sowie den Abgang von Annegret Kramp-Karrenbauer als CDU-Chefin thematisierte Funk und stellte klar, dass es keine Zusammenarbeit mit Extremisten geben wird. Egal aus welchem Lager. Er ist überzeugt davon, dass Deutschland eine starke CDU braucht.

Außerdem brauche Deutschland keine Verbote, sondern Fortschritt, als Seitenhieb auf die Grünen. “Wer sein Vaterland nicht liebt, kann es auch nicht führen”, fasst Funk zusammen.

Franktionsvorsitzender der CDU St. Ingbert Dr. Frank Breinig lobte den sachlichen Politikstil, den er für den Wahlerfolg verantwortlich sah. Er gratulierte Prof. Dr. Ulli Meyer für das gewonnene Amt und freute sich auf die zukünftige Zusammenarbeit. Beim Thema Finanzen stellte er klar, dass St. Ingbert besser da steht, als alle saarländischen Kommunen.

Dr. Frank Breinig

Allerdings werden die Steuereinnahmen in den kommenden Jahren sinken, worauf man sich einstellen müsse. Er dankte Ministerpräsident Tobias Hans für Investitionszuschüsse von 10 Mio. Euro, die in den nächsten Jahren fließen werden. Angefangene Arbeiten werden zuende gebracht, wie den Abriss der Tischtennishalle und die Arbeiten an der Baumwollspinnerei, aber auch in der Gustav-Clauss-Anlage wird sich etwas tun, sowie an verschiedenen St. Ingberter Schulen.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Ulli Meyer thematisierte aktuelle Geschehnisse wie das Attentat von Hanau und dem Rosenmontagszug, sowie das Coronavirus. Er kritisierte den Umgang in den sozialen Netzen. Hetze sähe Hass und Feindschaft und wer unsagbares sagt wird auch unsagbares tun. Ein solches Verhalten schade dem Vaterland und der Menschlichkeit. Wir brauchen ein Strafrecht, das bestraft und nicht versteht. Die untere Waffenbehörde in St. Ingbert wird ihre Kontrollen verstärken und Schwarze Schafe aussortieren.

Prof. Dr. Ulli Meyer

Das beste Rezept gegen Hass und Hetze sei der Zusammenhalt. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus kündigte er ein Arbeitstreffen an. “Dieses Problem werden wir dank unseres Zusammenhalts meistern”, schloss Meyer ab.

Rambaud bedankte sich bei den Gästen und verwies auf eine Veranstaltung am 16.5. ab 10 Uhr zugunsten des ehrenamtlichen Engagements in der Fußgängerzone, bis dann mit dem  Heringsessen begonnen wurde.

Foto: Christa Strobel