Rauchmelder retten leben- Feuerwehr informiert über 5 Irrtümer

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Vielen St. Ingberter Bürgern rettete der Rauchmelder in den vergangenen Jahren das Leben. Hausbesitzer wurden vor größeren Schäden und Existenzverlust bewahrt. Denn der Rauchmelder warnt frühzeitig: Entstehungsbrände werden umgehend erkannt und Bewohner vor der drohenden Gefahr gewarnt. Nicht die Flammen sind das Problem, sondern der Rauch. Innerhalb kürzester Zeit verbreitet sich der Rauch in einem Gebäude. Fluchtwege und Ausgänge werden versperrt. Schnell ist eine betroffene Person orientierungslos. Der Rauch ist hochgiftig. Nur wenige Atemzüge führen zu einem schnellen Tod.

Die Freiwillige Feuerwehr St. Ingbert nimmt den Rauchmeldertag, am 13. November, zum Anlass die Bürger zu sensibilisieren. Laut einer Studie sind Wohnräume überwiegend mit Meldern ausgestattet, aber oft reichen die Warnmelder nicht aus. Die Warngeräte müssen in Schlafräumen und Wegen, die für eine Flucht aus dem Gebäude genutzt werden, hängen. Häufig sind die Melder auch nicht funktionsfähig, weil die Batterien leer sind oder entnommen wurden.

Die Freiwillige Feuerwehr weist die Bürger auf 5 Irrtümer hin:

Irrtum #1:

Wenn es brennt, bleibt mir genug Zeit, das Gebäude zu verlassen.
Falsch! Im Brandfall bleiben höchstens 120 Sekunden zur Flucht.
Irrtum #2:

Ein Rauchmelder im Flur reicht.
Falsch! Rauchmelder gehören in ALLE Flure (Fluchtwege), Schlaf- und Kinderzimmer.
Irrtum #3:

Nur Vermieter sind dazu verpflichtet, Rauchmelder zu installieren.
Falsch! Auch ALLE Eigentümer sind dazu gesetzlich verpflichtet!
Irrtum #4:

Ich bemerke auch im Schlaf den Brand rechtzeitig.
Falsch! Nachts schläft auch der Geruchssinn, man wird im Brandfall nicht wach.
Irrtum #5:

Qualität von Rauchmeldern erkennt man allein am CE-Zeichen.
Falsch! Gute Rauchmelder tragen zusätzlich das Qualitätszeichen „Q“.