Zum 34. Mal warten Pfannen auf die Sieger

Von Kleinkunstfreunden alljährlich sehnsüchtig erwartet: Das Programm des Wettbewerbs um die St. Ingberter Pfanne. Die Jury hat wieder in vielen anstrengenden Stunden eine Auswahl aus zwölf Auftritten von Künstlerinnen und Künstlern getroffen. Hier das Ergebnis dessen, was vom 7. bis 13. September auf der Bühne der St. Ingberter Stadthalle passieren wird.

Den Auftakt macht am Samstag, 7. September, der Wahlberliner Sebastian Lehmann. Der lesende Comedian klärt über das Thema “Elternzeit” auf. Wer allerdings glaubt, dass er über seinen eigenen Nachwuchs erzählt, wird bitter enttäuscht. Aber wieder versöhnt, wenn er die Telefonate mit seinen Eltern in Freiburg wiedergibt. Übrigens, alle Berliner kommen aus Süddeutschland. Im Anschluss hören die Zuschauer “Wahlgesänge”, vorgetragen vom Klavierkabarettisten William Wahl. Nicht nur seine außergewöhnliche Stimme verblüfft, auch die Raffinesse und Schlagkraft seiner Texte sind beeindruckend. Etwa, wenn er im Abba-Sound von der “Schicken Kita” singt. Am Ende des ersten Abends wird es politisch. denn Fatih Ҫevikkollu sichtet eine „FatihMorgana“. Der 1972 geborene Schauspieler, Komiker und Kabarettist ist vielen Zuschauern von der preisgekrönten Serie “Alles Atze” bekannt. Auch sonst ist die Bildschirmpräsens des Prix-Panteon-Gewinners beachtlich. Von den “Mitternachtsspitzen” bis zum Quatsch Comedy Club, niemand kann auf Fatih verzichten.

Der zweite Wettbewerbstag am Sonntag, 8. September, beginnt mit einem satirischen Stand-Up-Beitrag. Jean-Philippe Kindler rät „Mensch ärgere Dich“. Eine scharfe und pointierte Abrechnung mit der Politik in unserem Land. Ganz anders Gabor Vosteen, der mit seiner „The Fluteman Show“ alle die versöhnt, die in der Schulzeit einst von Blockflötenklängen gequält wurden. Kein Wunder also, dass Stand-Up-Comedian Jakob Friedrich „I schaff mehr wie Du!“ behauptet. Er mischt Comedy mit Kabarett und entdeckt dabei so manche Eigenheit seiner Mitmenschen.

Nach dem traditionellen Pausenmontag geht es am Dienstag, 10. September, mit Florian Hacke weiter. Er behauptet in seinem Poetry-Slam-Auftritt „Hasenkind du stinkst“ und erzählt, wie man sich als nicht arbeitender Vater durchs Leben schlägt. Im Anschluss verrät Olaf Bossi, dass er „Endlich Minimalist” geworden ist. Allerdings gibt es noch keine Lösung für die Frage “…aber wohin mit meinen Sachen?!“ Zum Abschluss Stand-Up und Rap-Poetry mit Quichotte, der 1983 als Thomas Klee geboren wurde. Er erläutert scharfsinnig “Die unerträgliche Leichtigkeit des Neins“

Mittwoch, 11. September, ist der letzte Wettbewerbstag, danach gehen die Jurys in Klausur und wählen die Sieger. Doch zuvor gibt es eine Mischung aus Stand-up-Comedy und Poetry-Slam. Sulaiman Masomi ist Deutscher, er sieht nur nicht so aus, wie er selbst gesteht. Auch sein Name ist eingedeutscht, denn im Original ist er für uns beinahe unaussprechlich. Er macht Ethno-Comedy mit dem Titel “Morgen-Land”. Warum? “Weil der Markt es so verlangt.” Auch der nächste Künstler ist eigentlich Deutscher. Aber mehr noch, er ist Saarländer. Mit seiner Bühnenfigur Rudi Lauer plaudert Dirk Omlor in Stand-up-Manier ungezwungen vor sich hin und meint “Ei joo, so isses halt!” Ganz anders die “Alten Mädchen”, vier musikalische Damen, alle jenseits des Twen-Alters. Sie singen zur Begeisterung des Publikums von den Dingen, die uns im Leben so beschäftigen.

Freitag, 13. September, ist kein Unglückstag, sondern der Abend der Preisverleihung. Dann werden nicht nur die gewonnenen Pfannen verteilt, es gibt auch Auftritte der Preisträger.

Alle Veranstaltungen beginnen um 19:30 Uhr.

Vorverkauf über www.reservix.de. Per Telefon unter 01806 700 733 rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen. 0,20 € pauschal aus dem deutschen Festnetz; aus dem Mobilfunknetz 0,60 €. Oder an einer der Reservix-Vorverkaufsstellen, unter anderem an der Infotheke im Rathaus St. Ingbert, Am Markt 12.