Grüne St. Ingbert fordern Gleichbehandlung für St. Ingberter Einzelhandel und Gewerbe während der Coronakrise

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Die Grünen Sankt Ingbert begrüßen grundsätzlich die durch die Bundes- und Landesregierung beschlossenen Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung der Coronavirus-Erkrankung. Durch möglichst weitgehende Kontaktreduktion sollen die Ressourcen unseres Gesundheitssystems geschont und Risikogruppen geschützt werden.

„Unser Ziel muss es sein, dass so wenig wie möglich Menschen gleichzeitig infiziert werden, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Aber auch in der tiefsten Krise muss man nach vorne schauen“, so Claus Günther, Mitglied des Vorstands der St. Ingberter Grünen und selbstständiger Unternehmer aus St. Ingbert.

„Das Regionalisierungsprinzip, der lokale Einzelhandel und somit die Stärkung der heimischen Wirtschaft standen schon immer im Fokus nachhaltiger Grüner Politik. Die Stärken der heimischen Wirtschaft und des lokalen Handels gilt es in der Krise zu nutzen!“, betont Günther und ergänzt:

„Es ist nicht verständlich und tatsächlich eine eklatante Ungleichbehandlung, dass Onlinekonzerne alles liefern dürfen, große Einkaufs- und Baumärke besucht werden können und der regionale Einzelhandel schließen muss. Gerade im regionalen Handel wäre eine 1:1 Kundenbetreuung unter Beachtung der notwendigen Abstandsgebote und aller Hygienevorgaben sehr gut möglich“.

„Wir fordern die Verwaltung daher auf zu prüfen, ob für den lokalen Handel und Gewerbe Sonderregelungen für St. Ingbert möglich wären, die der allgemeinen Verordnungslage dennoch entsprechen. Es muss doch möglich sein, dass ein städtisches Blumengeschäft öffnet und seine Kunden bspw. mittels vorab festgelegter Termine im 15 Minuten Takt empfängt“, betont das Grüne Vorstandsmitglied.

„Beim Bäcker funktionieren die Regeln ja auch – die Kunden sind sehr diszipliniert, gleichzeitig betreten nur 2 – 3 Personen den Laden, alle halten entsprechenden Abstand. In einer Buchhandlung, einem Waren- oder Blumengeschäft sollte ähnliches möglich sein: Die Kundin bzw. der Kunde könnte unter Beachtung der gleichen bzw. sogar strengerer Abstands- und Hygieneregeln wie in einem Supermarkt bedient werden!“.

„Der ein oder andere Blumenstrauß, das ein oder andere Buch, der ein oder andere Bastelbedarf würde so lokal statt über Großkonzerne verkauft“, so Günther abschließend.