Stundenlanger Umwelteinsatz – Feuerwehr verhindert Ölausbreitung im Naturschutzgebiet

Die Freiwillige Feuerwehr rückte am Dienstag, 28.12.2021, und Mittwoch, 29.12.2021, zu einem Umwelteinsatz in St. Ingbert-Rohrbach aus. Passanten meldeten einen Ölgeruch und eine Schadstoffverschmutzung auf einem Weiher hinter dem Geistkircher Hof. Es folgte ein stundenlanger und aufwendiger Einsatz für die ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männer.

Nachdem die 15 Einsatzkräfte am Dienstag, gegen 15:10 Uhr eintrafen, stellten sie einen Ölfilm auf dem Gewässer und Ölgeruch fest. Eine weitere Erkundung ergab, dass das Öl sich bereits in den Frohnsbach – Richtung Hassel – ausgebreitet hatte. Der Schadstoff drohte das Naturschutzgebiet zu verunreinigen. Weiteres Ölschadensbekämpfungsmaterial aus Oberwürzbach und Kirkel wurde angefordert. Die Feuerwehrleute setzten mehrere Ölsaugbarrieren am Mönchsbauwerk sowie am Einlauf des Weihers. Im Frohnsbach wurden weitere vier Sperren errichtet, damit keine Ausbreitung in den Sägeweiher erfolgt. Gegen 18:30 Uhr war die erste Gefahr gebannt. Mit einem Fachberater der Berufsfeuerwehr Saarbrücken wurden die Folgemaßnahmen und die Bereitstellung von Spezialmaterial abgesprochen. Am Mittwochmorgen, um 9 Uhr, rückten erneut 15 Einsatzkräfte aus Rohrbach, St. Ingbert und Rentrisch an. Die Helfer bauten eine Druckluftbarriere der Berufsfeuerwehr, die normalerweise auf der Saar zum Einsatz kommt, ein. Der Ölfilm wurde zusammengezogen. Schwimmfähige Ölbindemittelwürfel saugen in den kommenden Tagen den Schadstoff auf. Gegen 14:30 Uhr war der Einsatz beendet. Es folgte eine aufwendige Reinigung aller Materialien.

Neben der Feuerwehr waren Polizei, das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz sowie der Abwasserbetrieb der Stadt St. Ingbert an der Einsatzstelle. Das LUA hat die Einsatzstelle übernommen. Die Ermittlungen wurden von Polizei und LUA aufgenommen.

Foto: Florian Jung
Die Barrieren am Mönch und vor dem Einlauf sitzen. Ölbindemittelwürfel saugen den Schadstoff auf.
Foto: Florian Jung
Feuerwehrleute bauen die Druckluftbarriere zusammen

(Pressemitteilung der Feuerwehr)