Pressemitteilung Bündnis 90 / Die Grüne: EC

Mit großer Freude haben die Grünen im Saarpfalzkreis und die Grüne Stadtratsfraktion in St.Ingbert den Rückzug von ECE aus dem Monsterprojekt ECE Homburg aufgenommen. Die Grünen bedanken sich bei allen in der Stadt Homburg in St. Ingbert und den Nachbargemeinden, die sich nicht von der Propaganda der Stadtspitze in Homburg und der Marktmacht von ECE einschüchtern liesen.

Dazu erklärte Adam Schmitt, Kreisvorsitzender der Grünen und Stadtrat in St.Ingbert:

“Der Branchenprimus ECE hat viele Jahre die Homburger Innenstadtentwicklung behindert, um die ECE-Center in Neunkirchen, Saarbrücken und Kaiserslautern zu pushen. Dabei wurde offenbar zusammen mit der Homburger Stadtspitze rücksichtslos in Kauf genommen, dass der Homburger Standort verbrannt wird und sich der Niedergang des inhabergeführten Einzelhandels in Homburg und den Nachbargemeinden verschärft. Statt jetzt die einmalige Möglichkeit zu nutzen, eine langfristige Stadtplanung in einem Guss zu betreiben, setzt die Stadtspitze weiter auf ein überdimensioniertes Monstercenter in der Innenstadt und will dafür weiter Baurecht schaffen, statt jetzt im Schulterschluss mit den Homburger Bürgern eine gemeinsame Lösung zu suchen.”

Für die Grünen ist nach dem Dessaster für die schwarz-rote Verwaltungsspitze in Homburg, die mit Kopf durch die Wand wollte, ein gemeinsames Nachdenken mit den Einzelhändlern über die Zukunft der Homburger Innenstadt angesagt und keine Konfrontation aus verletzter Eitelkeit. Mit der Weiterführung des Bebauungsplanverfahrens wird die Entwicklung der Innnenstadt von Homburg für weitere Jahre blockiert und das darf nicht sein. Die Verwaltung sollte einsehen, mit einem totgerittenen Pferd kein Rennen um die Zukunft der Innenstadt gewinnt. Homburg sollte jetzt die einmalige Chance nutzen, den Enklerplatz am Innenstadtrand zusammen mit dem im Stadtzentrum befindlichen Vauban-Carree gemeinsam zu entwickeln.

Für Yvette Stoppiera, stellvertretende Kreisvorsitzede und Stadträtin in Homburg liegt die Zukunft der Homburger Innenstadt in einem Neustart jenseits von überdimensionierten Shopping-Malls. Deshalb muss nach ihrer Auffassung das Bebauungsplanverfahren umgehend gestoppt werden. Stattdessen sollte in einen Ideenwettbewerb eine gemeinsam Vision für die Homburger Innenstadt mit inhabergeführtem Einzelhandel und attraktivem Wohnen gemeinsam mit den Homburger
Bürgerinnen und Bürgern entwickelt werden

Und Adam Schmitt ergänzt: “Für die Beton-Fraktion im Homburger Stadtrat und in der Homburger Verwaltung ist der Traum von einem Monstercenter immer noch nicht ausgeträumt. Deshalb gilt es für die Nachbargemeinden wie St.Ingbert, Neunkirchen oder Blieskastel die Entwicklung in Homburg weiter im Auge zu behalten und gegebenenfalls über eine gemeinsame Klage den Beton-Träumen in Homburg einen Riegel vorzuschieben. Daneben müssen wir uns in allen Gemeinden Gedanken darüber machen, wie die Innenstädte aktiv entwickelt werden können. Wir Grüne stehen für lebendige Innenstädte und werden uns in den Räten aktiv dafür einsetzen – in Homburg, in St.Ingbert und anderswo.